Made in Germany bleibt ein globaler Anziehungspunkt

Global Sentiment Survey on Europe 2026
Holger Laube
Holger Laube

Managing Director Market Understanding & Strategy

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Eine von Kantar im Auftrag der Deutschen Bank durchgeführte internationale Studie zeigt: Europa gewinnt für Unternehmen weltweit zunehmend an Bedeutung. Besonders Deutschland behauptet seine Rolle als wichtigster Investitionsstandort Europas und profitiert von seinem Ruf als innovativer, stabiler und leistungsfähiger Wirtschaftsstandort.

Für die „Global Sentiment Survey on Europe 2026“ befragte Kantar im Auftrag der Deutschen Bank im Sommer 2026 insgesamt 1.200 Führungskräfte und Entscheidungsträger aus 13 außereuropäischen Märkten. Alle teilnehmenden Unternehmen investieren bereits in Europa oder erwägem einen Markteintritt innerhalb der kommenden fünf Jahre.

Europa gewinnt als Investitionsregion an Bedeutung

Für internationale Unternehmen ist Europa aktuell die attraktivste Investitionsregion der Welt. Mehr als ein Drittel der befragten Führungskräfte sieht Europa vor Nordamerika und Asien als wichtigsten Wachstumsmarkt. Zudem geben 81 Prozent an, dass Europa für ihre Investitionsentscheidungen heute wichtiger ist als noch vor drei Jahren.

Neben politischer und wirtschaftlicher Stabilität werden vor allem Wachstumschancen, Innovationskraft und die Widerstandsfähigkeit Europas in wirtschaftlich unsicheren Zeiten als zentrale Stärken genannt.

Deutschland ist Europas wichtigstes Investitionsziel

Innerhalb Europas nimmt Deutschland eine Schlüsselrolle ein. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen zählt Deutschland zu ihren drei wichtigsten Investitionszielen in Europa. Damit liegt Deutschland deutlich vor Großbritannien und Frankreich.

Die Ergebnisse unterstreichen die anhaltende Bedeutung des Labels „Made in Germany“: Internationale Unternehmen verbinden Deutschland mit hoher Innovationskraft, moderner Infrastruktur, starken industriellen Kapazitäten, qualifizierten Fachkräften und guten Wachstumsmöglichkeiten. Besonders in Zukunftsfeldern wie Künstlicher Intelligenz wird Deutschland als attraktiver Standort wahrgenommen.

Europa steht für Innovation und industrielle Stärke

Die Studie zeigt, dass internationale Unternehmen Europa nicht nur als Absatzmarkt, sondern zunehmend auch als Standort für Produktion, Forschung und Entwicklung betrachten.

Während heute noch vergleichsweise wenige Unternehmen in Europa produzieren, erwarten mehr als neun von zehn Befragten, dass die Region in den kommenden Jahren für Produktion, Forschung sowie stabile Lieferketten an Bedeutung gewinnen wird. Dies eröffnet insbesondere dem Industriestandort Deutschland zusätzliche Wachstumschancen.

Wettbewerbsfähigkeit weiter stärken

Trotz der positiven Bewertung sehen internationale Investoren Verbesserungsbedarf. Als größte Herausforderungen werden bürokratische Hürden bei grenzüberschreitenden Geschäften, hohe Arbeits- und Energiekosten sowie langsame Genehmigungsverfahren genannt.

Die Ergebnisse machen deutlich: Das internationale Vertrauen in Europa und insbesondere in Deutschland ist hoch. Um die Chancen für den Standort langfristig zu nutzen, werden jedoch weitere Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit erforderlich sein.

Weitere Informationen und die ausführlichen Befragungsergebnisse finden Sie auf der Website der Deutschen Bank: Internationale Unternehmen zeigen wachsendes Interesse an Europa

Lesen Sie dazu auch die Kolumne für Campaign Germany von Ben Ballensiefen, CEO von Kantar Germany und CEE,: Warum "Made in Germany" eine neue Story braucht": Deutsche Marken sind weltweit so wertvoll wie selten zuvor. Warum fehlt ihnen trotzdem die emotionale Strahlkraft?

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