Netflix und Amazon Prime ziehen neue Abonnenten an

Der Entertainment-on-Demand-Service wurde auf den deutschen Markt ausgeweitet. Fast die Hälfte aller Haushalte haben mindestens ein SVoD-Abonnement.
05 Mai 2021
Netflix

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  • Jeweils knapp ein Viertel der neuen SVOD-Kunden in Deutschland entscheiden sich im ersten Quartal 2021 für Netflix und Amazon Prime Video
  • TV Now Premium gewinnt in Q1/2021 knapp 12% der neuen SVOD-Kunden
  • 20,43 Mio. deutsche Haushalte verfügen über mindestens ein SVOD-Abo – Amazon Prime Video ist EoD-Marktführer in Deutschland
  • Vikings ist im ersten Quartal 2021 die beliebteste Streaming-Produktion der Deutschen

Das internationale Marktforschungsunternehmen Kantar hat heute die Ergebnisse der nun auch auf dem deutschen Markt verfügbaren „Entertainment on Demand (EoD)“-Studie vorgestellt. Die vorgelegten Daten beleuchten die gesamte Customer Journey im Bereich EoD und bieten den im Markt tätigen Unternehmen und Diensten sowie Investoren und Konsumenten einen ausgezeichneten Überblick der aktuellen Entwicklungen in der EoD-Branche in Deutschland. Hinsichtlich neuer Abschlüsse für SVOD-Anbieter (Streaming auf Basis eines Abonnements) zeigen sich im ersten Quartal des Jahres 2021 folgende Trends:

Netflix Screenshot

 

„Ende März 2021 hatten 49,2% der deutschen Haushalte SVOD-Abonnements angeschlossen. Das dokumentiert einerseits die hohe Akzeptanz der Deutschen für kostenpflichtige Streamingdienste, zeigt andererseits aber auch, dass die Angebote der Branche nach wie vor hohes Wachstumspotenzial besitzen. Mit Blick auf Abschlüsse neuer Abonnements konnte Netflix die Spitzenposition im ersten Quartal 2021 knapp vor Amazon Prime Video behaupten. Amazon Prime Video hingegen liegt bei der Abonnentenanzahl insgesamt vor Netflix und hat 1,22 Millionen aktive Nutzer mehr als der Konkurrent“, so Dominic Sunnebo, Senior Vice President für den Bereich Worldpanel bei Kantar.

Amazon Prime Video profitiert stark davon, ein Bestandteil der Prime-Mitgliedschaft zu sein. Denn Prime hat durch Covid-19 und dem damit verbundenen anhaltenden Trend zu verstärktem Online-Shopping einen deutlichen Anstieg an Nutzerzahlen erfahren. Ende März 2021 hatten 46,4% der deutschen Haushalte eine Amazon Prime-Mitgliedschaft abgeschlossen. Davon sind 71,7% aktive Nutzer von Prime Video – ein deutlich höherer Anteil als in Großbritannien oder in den USA.


Die beliebtesten Produktionen: Vikings, The Walking Dead und Haus des Geldes

Die beliebteste Produktion der Deutschen im ersten Quartal 2021 war Vikings, die auf Amazon Prime Video verfügbar ist. Auf den Plätzen 2 und 3 folgen The Walking Dead und Haus des Geldes. Die Netflix-Produktion Dark war der erfolgreichste deutsche Titel auf Platz 13. Auch The Mandalorian von Disney+ bleibt auf Platz 8 weiterhin populär. Die erst kürzlich erschienene Serie Wandavision (ebenfalls Disney+) landet auf Platz 14.

Netflix genießt die höchste Kundenzufriedenheit

Während Amazon Prime Video im Bereich der Abonnentenzahlen insgesamt führend ist, schneidet Netflix bei der Mitgliederzufriedenheit am besten ab. Netflix Kunden schätzen insbesondere die Breite und Vielfalt des Angebots und die Menge selbstproduzierter Inhalte. Die deutschen Anbieter TV Now Premium und Joyn Plus+ machten im Bereich Preisleistungsverhältnis das Rennen. Mit Blick auf die Qualität des Angebots liegen Netflix und Disney+ nahezu gleich auf. Netflix erklärtes Ziel, eine wachsende Anzahl an Neuveröffentlichungen bereitzustellen, trägt Früchte. Denn die Zufriedenheit mit dem Angebot neuveröffentlichter Produktionen ist bei Netflix deutlich höher als bei den Wettbewerbern.

Während die Marktdurchdringung von SVOD-Angeboten in Deutschland weiter steigt, gibt es deutliche Anzeichen dafür, dass Verbraucher ihre Video-Streaming-Abonnements immer aktiver organisieren. Immerhin 14% der Konsumenten, die im ersten Quartal 2021 ein neues SVOD-Abonnement abschlossen, kündigten dafür ein bestehendes Abonnement. Und 13% der Verbraucher, die dem SVOD-Markt zuvor komplett den Rücken kehrten, schlossen ein neues Abo ab und traten dem Markt wieder bei.

„Die Anzahl der SVOD-Optionen nimmt zu und zugleich fragmentieren die Angebote immer stärker. Daher suchen die Verbraucher nach Möglichkeiten, ihre Ausgaben zu begrenzen und gleichzeitig die Inhalte konsumieren zu können, die sich sie wünschen. Dieser Trend wird sich weiter beschleunigen und SVOD-Dienste zwingen, sich stärker als bislang auf Kundenbindung zu konzentrieren und ein langfristig interessantes Angebot zu entwicklen“, erklärt Dominic Sunnebo abschließend.

Weitere Informationen und Daten zum EoD-Markt in Deutschland sind ab sofort hier aufbereitet und verfügbar.

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